Als Weihnachtstage werden heute der 25. und 26. dezember bezeichnet. Vielfach wird auch der 24. Dezember, auch Heiliger Abend genannt, als Weihnachtstag bezeichnet. Dies ist jedoch nicht richtig, denn der Heilige Abend ist nur der Abend des 24. Dezember (nach heutiger Sicht), was richtig nur nach der alten Sichtweise des Tagesablaufes erkannt werden kann. Die heutige Festsetzung, dass der Tag um Null-Uhr beginnt, ist eine rein künstliche Festlegung, wogegen früher der Tag entweder mit dem Aufgang der Sonne oder aber mit dem Untergang begann, oder anders, ab wann man eine bestimmte Zahl an Sternen sehen kann. Die ursprüngliche Sicht, dass der Tag mit dem Abend beginnt, ist der Ursprung des heiligen Abends, das heißt, der am 24. Dezember stattFindende Heilige Abend ist der Abend (Vorabend) des 25. dezembers. Da noch zur Zeit Johann Sebastian Bachs drei Weihnachtstage gefeiert wurden, kann man sich fragen, wieviele gibt es oder gab es? In seinem Weihnachtsoratorium gibt es noch den Tage der Beschneidung, welches der 8. Tag ist, der Endpunkt der Weihnachtsfeiertage, und zugleich der Beginn des neuen Jahres. Dies macht dann Sinn, wenn man weihnachten als ein Fest aus der Religion des Jesus Christus, dem Judentum, begreift, nicht aber als Ersatz für heidnische Feierlichkeiten. So findet ab dem 25. Kislew (nach dem jüdischen kalender) das Chanukkafest statt, das auch den Beginn einer Neuerung feiert, der wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem durch die Makkabäer. Es beginnt mit dem ersten, und endet mit dem achten Tag, die jeweils Abends gefeiert werden.
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