Neuzeit
Jahrhundert kommt durch die von den Puritanern beeinflussten Pietisten wieder eine sabbatähnliche Sonntagsheiligung auf, die in den folgenden Jahrhunderten durch die Industrialisierung immer weniger eingehalten wird.Im 17.
Schweizer Fabrikgesetz von 1877).Erst Ende des 19. Jahrhunderts kommen wieder erste Arbeitsgesetze, die die Arbeit am Sonntag einschränken (z.B.
Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland von 1949 ist dieser Artikel der Weimarer Verfassung "Bestandteil dieses Grundgesetzes".Die Weimarer Reichsverfassung legte 1919 fest: Der Sonntag und die staatlich anerkannten feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erbauung gesetzlich geschützt.
Siehe auch
- Siebenten-Tags-Adventisten
- Siebenten-Tags-Baptisten
- Das Wort zum Sonntag
Mittelalter
Gleiches galt auch für eine allmählich immer weiter zunehmende Zahl von kirchliche feiertagen.Während im Frühmittelalter Sonntagsruhe im heutigen Deutschen Sprachraum noch kein Thema war, entwickelten sich im Laufe des Mittelalter kirchliche Gebote: Christen hatten am Gottesdienst teilzunehmen, der Sonntagsfrevel (Sonntagsarbeit) gefährde das Seelenheil.
Frühes Christentum
Dimanche, ital.h. Aber am siebenten Tag ruhte er von allen seinen Werken. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles was darinnen ist.Die ersten Christen waren Juden und hielten den in der Torah bzw. in den zehn Geboten vorgeschriebenen Sabbat als Ruhetag. "Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke beschicken. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn." (2. Mose 20, 8-10) Parallel zum Sabbat trafen sie (Judenchristen und Heidenchristen) sich aber auch wöchentlich am Tag des Herrn, dem Sonntag (die Bibel erwähnt jedoch an keiner Stelle, dass der Sonntag der Tag des Herrn sei) , zu Schriftlesung, Gebet und Abendmahl. Johannes empfing die Offenbarung "an dem Herrn gehörenden Tag" (welcher nach Genesis 2,3 unverändert der Sabbat ist). An diesem Tag des Herrn (welcher ohne biblischen Bezug eingeführt worden ist) wurde die Auferstehung gefeiert, die nach den Evangelien am dritten Tage nach der Kreuzigung, d. am Ostersonntag, erfolgte. Die Bezeichnung Tag des Herrn lebt heute noch in vielen romanischen Sprachen als Bezeichnung des Sonntags fort: franz. Domenica, spa. Domingo leiten sich von dies domini, der lateinischen Übersetzung des griechischen Kyriake heméra, ab.
Korintherbrief Kapitel 16, Vers 2). (1. Korintherbrief: Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht: wie ich in den Gemeinden in Galatien angeordnet habe, so sollt auch ihr tun! An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, soviel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme.Eine erste Erwähnung des Sonntags gibt es bereits in der Mitte des 1. Jahrhunderts bei Paulus im 1.
90), später auch durch Plinius, den Barnabasbrief, durch Ignatius von Antiochia um 110 in Asien, durch Justin den Märtyrer und durch Irenäus von Lyon (um 180) bezeugt. Jahrhunderts durch die Didache (ca.Die Bedeutung des Sonntags wird bereits für den Beginn des 2.
- Didache (ca. 90): Wenn ihr aber am Herrentag zusammenkommt, dann brecht das Brot und sagt Dank, nachdem ihr zuvor eure Übertretungen bekannt habt, damit euer Opfer rein sei.
- Barnabasbrief, Alexandria (um 100): Deshalb begehen wir auch den achten Tag (= den Sonntag, den ersten Tag der neuen Woche) in Freude, an dem auch Jesus von den Toten auferstanden und, nachdem er sich geoffenbart hatte, in den Himmel aufgestiegen ist.
- Plinius, Kleinasien (um 110): Sie pflegten sich an einem bestimmten Tage vor Sonnenaufgang zu versammeln, Christus als ihrem Gott einen Wechselgesang zu singen... Hernach seien sie auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen...
- Justin der Märtyrer, Rom, 1. Apologie (um 150): An dem nach der Sonne benannten Tage findet die Zusammenkunft von allen, die in Städten oder auf dem Lande herum weilen, an einem gemeinsamen Ort statt. Es werden die Aufzeichnungen der Apostel und die Schriften der Propheten vorgelesen, soweit es die Zeit erlaubt. Wenn dann der Vorleser aufgehört hat, hält der Vorsteher eine Ansprache, in der er ermahnt und auffordert, diesen schönen Lehren und Beispielen nachzufolgen. Sodann stehen wir alle zusammen auf und schicken Gebete zum Himmel * für uns selbst ... und für alle anderen auf der ganzen Welt, auf daß wir würdig werden, ... auch in Werken als gute ... menschen und als Beobachter der Gebote befunden zu werden, um so das ewige Heil zu erlangen. Nachdem wir die Gebete beendet haben, grüßen wir einander mit einem Kusse. Dann wird dem Vorsteher der Brüder Brot gebracht und ein Becher mit einer Mischung von Wasser und Wein. Dieser nimmt es, sendet durch den Namen des Sohnes und des Heiligen Geistes Lob und Preis zum Vater aller Dinge empor und verrichtet eine lange Danksagung dafür, daß wir dieser Gaben von ihm gewürdigt wurden. Ist er mit den Gebeten und der Danksagung zu Ende, stimmt das ganze anwesende Volk ein, indem es spricht: Amen. Nachdem der Vorsteher die Dankhandlung vollbracht und das ganze Volk eingestimmt hat, reichen die Diakone, wie sie bei uns heißen, jedem Anwesenden vom dankgesegneten Brot und vom mit Wasser vermischten Wein zum Genuß dar und bringen davon auch den Abwesenden.
Auch Jesus ruhte nicht am ersten Tag bei seiner Auferstehung (Lukasevangelium Kapitel 24). Eher scheint es sich bei den meisten Christen um ein Sammeln der Gaben vor der Geschäftstätigkeit am ersten Tag der Woche (bei Paulus) und um eine geistliche Stärkung vor Beginn der Arbeit (Sonntag als Arbeitstag) gehandelt zu haben. Was sich allerdings nicht daraus schließen lässt, ist eine durchgehende "Heilighaltung" des Sonntags im Sinne einer Arbeitsruhe. Jahrhundert variierten (parallel zum Sabbat, ohne Sabbat, als sabbatähnlicher Ruhetag, als Arbeitstag mit Gottesdienst am Abend), gab es keine christliche Gruppe, die den Tag des Herrn nicht feierte.Während die Einzelheiten bezüglich des Sonntags (Tag des Herrn) in christlichen Gruppen im 2. Auch gab es bereits im zweiten Jahrhundert keinen Hinweis darauf, dass der Tag des Herrn als solcher je irgendwie umstritten gewesen war oder neu eingeführt wurde. Daraus lässt sich schließen, dass der Brauch bereits zur Zeit der ältesten Schriftquellen verbreitet war.
B. Jahrhundert gab es außer den Ebioniten noch mehrmals uns wenig bekannte Gruppen, die parallel zum Tag des Herrn auch den Sabbat feierten, wie z.Ab dem 3. die Albigenser.
Die Hauptliturgie findet allerdings auch hier am Sonntag statt, und dieser ist auch in den orthodoxen Ländern der traditionelle Tag der Arbeitsruhe.Die orthodoxe kirche hält bis heute an besonderen biblischen Lesungen und während der Fastenzeiten erleichtertem Fasten sowohl für den Samstag wie auch für den Sonntag fest.
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