Im Zusammenhang mit den Begriffen "Bollerwagen" und "Handwagen" fällt in einigen Gegenden Deutschlands auch der Name "Leiterwagen". Dieser Begriff kommt von geleitertem Aufbau. Üblicherweise sind Leiterwagen jedoch landWirtschaftliche Nutzfahrzeuge, die von Pferden oder Traktoren gezogen werden.
Laut dem Deutschen Wörterbuch von Wahrig ist das Wort "Bollerwagen" übrigens synonym mit dem Begriff "Bollewagen" zu gebrauchen, welcher seinen Ursprung in der Berliner Molkerei Bolle besitzt.
Ein Bollerwagen ist ein kleiner handgezogener Wagen mit einer Deichsel, wie er heute zumeist von Kindern zum Spielen benutzt wird. Früher war er auch ein echtes Transportmittel. Der richtige Name dieses Fahrzeugs ist eigentlich Handwagen oder Handkarren.
Seine scherzhafte Bezeichnung hat es wohl von dem "bollernden", polternden Geräusch, das seine früher mit Eisen beschlagenen Holzräder auf dem Kopfsteinpflaster machten. In einigen Gegenden Hollands ist der Bollerwagen auch als "Bolderkar" bekannt, was wohl soviel wie "polternde Karre" bedeutet.
Die Ausführungen der Wagen sind heute sehr unterschiedlich, von einfachen Wagen mit Rohrrahmen, Kunsstoffrädern und sonstigen Kunsstoffteilen bis zu wertigen Wagen komplett aus Holz mit Edelstahl-Achsen und -schrauben sowie mit großen, kugelgelagerten Metallrädern.
Bei nordDeutschen "Kohlfahrten" (auch Kohl-und-Pinkel-touren genannt) werden und Korn) mitgenommen, die anläßlich der Spiele (z.B. Boßeln) oder sonstiger Unterbrechungen der Wanderung (z.B. Wegkreuzungen) ausgeschenkt werden. Ähnlich der Kohlfahrten findet der Bollerwagen auch bei vatertagstouren Einsatz.
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